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    Chili Pflanzen

    Chili Pflanzen Einsteigern und Chiliheads bieten wir auch 2017 zur Gartensaison wieder Chili-Jungpflanzen in Top Qualität! Jetzt bestellen und wir bauen mit vollem Einsatz für euch an! Lieferung ab April 2017!

    Schärfegrad 10

    7 Pot / Seven Pot Bubblegum Chilipflanze

    Sehr seltene Pflanze! Bubblegum hört sich zwar harmlos an, aber die schönen scharfen Früchte haben es richtig in sich! Die Pflanze wird 80-100 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 10

    7 Pot / Seven Pot Jonah Chilipflanze

    Die kleinen, roten Früchte der 7 Pot Jonah haben es schärfetechnisch in sich. Die Pflanze stammt aus der Karibik und wird ca. 70 bis 90 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 10

    7 Pot Primo Yellow Chilipflanze

    Capsicum Chinense - gelbe Variante der 7 Pot Primo

    € 4,95 *

    Schärfegrad 6

    Aji Amarillo Chilipflanze

    Die peruanische Aji Amarillo Pflanze wird ca. 90 bis 120 cm hoch. Sie ist sehr wuchsfreudig und hat ein ähnliches Aroma wie Habaneros.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 6

    Aji Benito Chilipflanze

    Die Aji Benito Pflanze ist sehr robust, verträgt sehr gut kältere Temperaturen. Die Früchte sind sehr aromatisch. Höhe: ca. 80 bis 900 cm.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 5

    Aji Cereza Chilipflanze

    Aufgrund von Ähnlichkeiten in Farbe und Form wird Aji Cereza auch oft als Kirsche bezeichnet. Sehr robust. Höhe: ca. 80 bis 100 cm.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 5

    Aji Cristal Chilipflanze

    Buschige und sehr ertragreiche Chilipflanzen, die zu einer Höhe von ca. 80 bis 100 cm wachsen. Die Chilis haben ein leicht säuerlich-fruchtiges Aroma.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 8

    Aji Habanero Chilipflanze

    Der aus Costa Rica stammende Aji Habanero ist eine sehr scharfe, aber auch sehr ertragreiche Sorte. Die Pflanze wird ca. 80 bis 100 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 2

    Anaheim Hot Chilipflanze

    Mittelgroße Chilipflanze, die viele Chilis trägt. Die Früchte sind sehr Aromatisch und wunderschön. Die Pflanze wird 80-100 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 2

    Ancho San Luis Chilipflanze

    Diese Chilipflanze ist mittelgroß und trägt große, herzförmige Früchte, welche ein bisschen an Paprikas erinnern. Die Pflanze wird 70-90 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 4

    Apache Chilipflanze

    Die Chilipflanze bleibt schön klein, ist aber dennoch sehr ertragreich. Perfekt für die Fensterbank! Die Pflanze wird 20-30 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 8

    Black Prince Chilipflanze

    Capsicum annuum - Ziersorte mit dunklen Blättern, dessen unreife Chilis schwarz sind und dann nach rot abreifen.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 6

    Brazilian Starfish Chilipflanze

    Aufgrund ihrer mittleren Schärfe ist diese Chilipflanze eine sehr beliebte Sorte. Sie hat einen guten Ertrag. Die Pflanze wird ca. 120-140 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 8

    Brown Egg Chilipflanze

    Diese aus Spanien stammende Chilipflanze hat einen buschigen Wuchs und trägt mahagonifarbene Früchte. Die Pflanze wird 60-80 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 5

    Bulgarian Carrot Chilipflanze

    Reichtragende Chilipflanze, welche aus Bulgarien stammt. Sie trägt sehr aromatische Früchte, welche Karotten ähneln. Die Pflanze wird 70-80 cm hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 3

    Caloro Chilipflanze

    Mexikanische Chilipflanze mit einem sehr hohen Ertrag und buschigem Wuchs.Sie hat eine Pflanzenhöhe von ca. 60-80 cm und wird eher breit als hoch.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 5

    Capsicum Chacoense Chilipflanze

    Diese Chilipflanze ist eine sehr seltene Wildsorte aus Südamerika. Sie trägt mittelscharfe und schön saftige Früchte. Pflanzenhöhe: 80-120 cm.

    € 5,95 *

    Schärfegrad 5

    Capsicum Eximium Chilipflanze

    Außergewöhnliche Wildsorte aus Südamerika mit schönen dreifarbigen Blüten und mittelscharfen, runden Früchten. Eine sehr dekorative Rarität.

    € 5,95 *

    Schärfegrad 10

    Caribbean Red Chilipflanze

    Diese Rote Habanero ist eine der schärfsten Chilis. Dazu haben die Früchte das typische Habanero-Aroma. Pflanzenhöhe von ca. 60-80 cm.

    € 4,95 *

    Schärfegrad 10

    Carolina Reaper Chilipflanze

    DIE SCHÄRFSTE CHILI DER WELT! Der aktuelle Schärfe Rekordhalter im Guinessbuch der Rekorde. Knall-Pinke Chilis die es richtig in sich haben!

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    Charapita Chilipflanze

    Capsicum chinense - halbwilde Sorte, die im Amazonasgebiet von Peru wächst und kleine gelbe Beeren bildet.

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    Schärfegrad 3

    Chilhuacle Negro Chilipflanze

    Traditionelle Sorte aus Mexiko mit geringer Schärfe. Die dunkelbraunen/schwarzen Früchte haben ein außergewöhnliches Aroma. Pflanzenhöhe von ca. 80-90 cm.

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    Chili Pflanzen 6er Chilihead Pflanzen-Power-Pack

    Exklusive Auswahl unserer neuen Sorten 2017.

    UVP € 35,70 € 24,95 *

    Schärfegrad 9

    Chiltepin Sonora Brown Chilipflanze

    Original Chiltepin aus Mexiko! Die Wildpflanze wird in einem Naturschutzprojekt per Hand gesammelt. Exklusiv hier in BRAUN! Die Pflanze wird 120 cm hoch.

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    Chili Pflanzen kaufen, jetzt noch besser - 100% Zufriedenheitsgarantie! 

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    Chili Pflanzen FAQ

      • Was bedeutet "Versand ab April"?
        Wir lassen die Pflanzen anhand der Vorbestellungen anpflanzen und verschicken sie, sobald sie eine versandfähige Größe erreicht haben. Dies wird voraussichtlich ab April der Fall sein.
      • Wann sät ihr die Pflanzen aus?
        Wir haben geplant, die Pflanzen in drei Etappen auszusäen: Im Januar, im Februar und im März.
      • Wenn ich die Pflanze spät vorbestelle, bekomme ich sie dann auch spät?
        Die Bestellungen werden chronologisch abgearbeitet. Das heißt, wer später bestellt, bekommt seine Pflanze auch später.
      • Hängt die Versandfähigkeit der Pflanzen von deren Größe ab?
        Ja, erst ab einer gewissen Größe sind die Pflanzen stark genug für den Versand. In der Regel werden die Pflanzen beim Versand ca. 20 cm hoch sein. Allerdings ist die Größe bei Versand auch von der Gesamtgröße der jeweiligen Sorte abhängig, kann also ggf. auch kleiner sein.
      • Kann ich auch einen Wunschliefertermin mit euch vereinbaren?
        Ja, wir können zwar keine taggenaue Lieferung garantieren, aber einen Wunschzeitraum kannst du uns gerne zukommen lassen.
      • Warum macht eine Vorbestellung der Pflanzen Sinn?
        Um deine spezielle Wunschsorte zu sichern! Wir werden zwar auch im April noch Pflanzen zum direkten Kauf anbieten, aber nicht mehr eine so große Auswahl wie in der Vorbestellungsphase haben.
      • In welchen Monaten bietet ihr Chili Pflanzen an?
        Ab Dezember ist eine Vorbestellung deiner Wunschsorte möglich. Bis ca. Mitte Juni werden wir Chili Pflanzen verkaufen. Ab Juli bereiten wir uns auf die neue Pflanzen-Saison vor.
      • Was enthält das"kostenlose Dünger-Set"?
        Das Dünger-Set wird mineralischen Depotdünger enthalten, der die Grundversorgung der Pflanze mit Nährstoffen für die ganze Saison gewährleistet.
      • Bekomme ich die anderen bestellten Artikel auch erst mit den Pflanzen?
        Nein, alle anderen Artikel erhältst du sofort und zahlst nur einmal Versandkosten.
      • Was kostet der Versand?
        6,95€ nach Deutschland, 12,50€ nach Österreich.
      • Erfolgt die Blattlausbekämpfung während der Anzucht mit Nützlingen oder mit Pestiziden?
        Unser Gärtner arbeitet nach dem Prinzip "Integrierter Pflanzenschutz". Dabei setzt er auf Pflanzenstärkung, um die Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten zu reduzieren. Falls Schädlinge oder Krankheiten dennoch auftreten, werden diese mit biologischen Mitteln, die für Paprika-Gewächse zugelassen sind, bekämpft.

     


     

    Chili Pflanzen – nicht nur scharf, sondern dekorativ!

    Auf den allerersten Blick könnte man meinen, Chili-Pflanzen – und natürlich auch Paprika, sind Nutzpflanzen, die nach der Ernte auf dem Kompost landen. Dass Chilis aber einiges mehr zu bieten haben, wird erst dann bewusst, wenn man sich etwas näher mit dem Thema befasst. Dann wird zum Beispiel schnell offensichtlich, dass Chilis weit mehr sind, als nur scharfe Nutzpflanzen: sie sind in unzähligen Formen und Farben erhältlich – genau wie Blumen – und mindestens genauso dekorativ. Und das ist nur eine von vielen Stärken.

    Nach einem Jahr ist Schluss? Von wegen!

    Wie bei vielen anderen Nutzpflanzen auch, hält sich bei Chilis und Paprika ein Mythos sehr hartnäckig, der sich sogar in einem Namen manifestiert hat: capsicum annuum. Dazu gehören die allermeisten Gemüsepaprika, ebenso wie zum Beispiel Jalapenos oder auch Cayenne-Chili – um nur die bekanntesten zu nennen. „Annuum“ stammt aus dem Lateinischen (annus = Jahr) und wird in der Botanik als „einjährig“ verwendet. Auf die Anbauzyklen für die meisten Sorten von capsicum annuum mag das sogar zutreffen, auf die Pflanze selbst aber definitiv nicht. Denn Chilis sind mehrjährig – einige Sorten erreichen sogar problemlos ein vergleichsweise hohes Alter von zehn oder mehr Jahren. Die Bezeichnung – und es ist davon auszugehen, dass capsicum annuum die ersten Chilis waren, die aus Südamerika ihren Weg in den europäischen Raum fanden (weswegen „Spanischer Pfeffer“ auch eine andere Bezeichnung dafür ist). Da diese hier nicht (ohne aufwändige Hilfsmittel) überwintert werden konnten, die Kultur also jeweils auf eine Sommersaison beschränkt war, erhielten sie vermutlich diese Bezeichnung.

    Viele Formen, viele Farben, viele feurig scharfe Chilis

    Genauso unterschiedlich, wie die Früchte der Chili-Pflanzen daher kommen, gibt es auch bei den Pflanzen selbst enorme Unterschiede. Während einige Sorten vergleichsweise klein bleiben, gibt es wiederum auch solche, die nahezu Baumgröße erreichen – und damit Höhen von vier bis fünf Metern. Aber nicht nur die Größe macht es, sondern auch in Wuchsform, Blattform und Blattfarbe unterscheiden sich die Chilipflanzen zum Teil enorm. So gibt es Sorten mit dunklen, fast schwarzen Blättern, weiß grün gefleckte Blätter oder dicht behaarte Blätter, ebenso wie längliche, die bereits eher an andere Pflanzen erinnern, als an ein Paprikagewächs. Eine allgemeine Aussage nach dem Schema „so sieht eine Chilipflanze aus“ wäre genauso falsch, als würde man behaupten, alle Menschen seien gleich. Der kleinste gemeinsame Nenner, wie er bei Menschen wohl aus Kopf, Armen, Körper und Beinen bestehen würde, wäre übertragen auf Chilis, die Wurzel, der Stamm, die Triebe/Äste und die Blätter – und natürlich die Früchte.

    Vom Samenkorn zur fertigen Pflanze

    Der Lebensweg der meisten Pflanzen, nämlich von einem kleinen Samenkorn hin zu einer ausgewachsenen Pflanze, ist auch für Chilis der wohl mit Abstand häufigste Lebensweg. Da Chilipflanzen wärmeliebend sind und die meisten Samen bei kühleren Temperaturen nicht keimen, ist es meist so, dass in einem kleinen Anzuchthäuschen oder auf der Fensterbank die Samen im Winter in etwas Anzuchterde oder Kokossubstrat gegeben werden, damit sich daraus in geschützter Umgebung Jungpflanzen entwickeln können, die dann ab etwa Mai ins Freie (oder in ein Gewächshaus) umziehen dürfen. Wer Platz und Mühe der Aufzucht scheut, kann natürlich auch direkt fertige Pflanzen bestellen, die dann lediglich noch ihren endgültigen Bestimmungsort im Garten, Gewächshaus oder sogar auf dem Bürobalkon suchen, um dem Besitzer wenige Monate später eine scharfe Ernte zu bescheren.

    Schnipp-Schnapp – aus zwei mach eins.

    Doch, wie bei vielen kultivierten Nutzpflanzen ist der Lebensweg vom Samen zur Pflanze auch nicht immer nur so: bei Bäumen kennt man es noch am ehesten – sie werden veredelt. Eine passende Unterlage – so nennt sich der Wurzelballen mit einem kleinen Stück der ursprünglichen Pflanze, wird mit einem Trieb der Pflanze versehen, die schließlich geerntet werden soll. Gründe dafür können vielfältig sein: bei Bäumen geht es in erster Linie darum, die meist vielfach gekreuzte Sorte zu klonen, da bei Bäumen die Dauer, bis das Saatgut „Sortenfest“ wäre, gut und gerne ein halbes Jahrhundert dauern könnte. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine dem künftigen Standort angepasste Unterlage genutzt werden kann. Das wiederum ist bei Chilis der Hauptgrund, zu „veredeln“: in ihren Herkunftsregionen gibt es meist sandige bis lockere und vergleichsweise nährstoffreiche Böden. Chilipflanzen tun sich daher schwer, in lehmigen Böden ihr Wurzelwerk auszubilden. So kann man durchaus Exemplare finden, die auf eine Tomatenwurzel veredelt wurden, die mit den Nord- und Mitteleuropäischen Böden besser zurecht kommen. Das Ganze hat natürlich aufgrund des erhöhten Aufwandes – und der Tatsache, dass man anstatt nur einer, mindestens zwei Pflanzen benötigt, die Folge, dass der Preis entsprechend höher ist. Da dieses Praxis bei Chilis aber doch eher selten ist, lässt sich diese Differenz bei Tomaten, Gurken und Zucchinis sehr gut beobachten: in vielen Märkten werden veredelte Sorten direkt neben „normalen“ angeboten – zu meist dem mehr als doppelten Preis.

    Wasser und Nährstoffe – mehr will die Pflanze nicht.

    Chilis – und hier kann man tatsächlich einmal verallgemeinern, sind verglichen mit anderen Pflanzen sehr genügsam. Ausreichend Wasser und ein paar Nährstoffe genügen, um eine reiche Ernte zu bescheren. Ob Bio-Dünger, spezielle Chili-Nährsalze oder fertig gemischter Gemüseflüssigdünger ist den Pflanzen nahezu egal. Viel wichtiger ist es eigentlich, dass es nicht zu viel wird. Gerade zu viel Wasser ist wohl der häufigste Grund dafür, das Chilis eingehen oder nicht den gewünschten Ertrag bringen und sogar die Schärfe kann unter zu viel Wasser leiden. Natürlich sollten die Pflanzen nicht vertrocknen, aber ertrinken ist das größere Übel. Daher empfielt es sich, für Chilis ein lockeres Substrat zu wählen, dass zum einen von der Pflanze gut durchwurzelt werden kann, zum anderen aber auch gute Drainage-Fähigkeiten besitzt, um überschüssiges Wasser abzuleiten. Hält man die Chilis in einem Topf sollte selbiger unbedingt Löcher am Boden haben. Das gleiche gilt auch für den Dünger: zu wenig ist auch hier besser als zu viel – denn ab einem gewissen Punkt schaden hinzugefügte Nährstoffe eher, als sie nützen.

    Sonne ja, aber bitte nicht zu viel!

    Als Standort bevorzugen Chilis einen lichtdurchfluteten Halbschatten. Das klingt komplizierter als es ist: Sonne mögen Chilipflanzen zwar schon und zwar reichlich – aber eben auch nicht zu viel des Guten. Zu viel UV-Einstrahlung zeigen Chilipflanzen nämlich meist durch eine Verfärbung von Blättern und Früchten, die dann dunkle Streifen bekommen, sogenannte Anthocyanin-Bildung. Ideal ist ein Platz, der den Pflanzen ab den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend hinein Sonne spendiert, lediglich in der Mittagssonne einen kleinen Schutz bietet. Allerdings dürfte ein echtes „zu viel“ auf Deutschen Breitengraden ohnehin kaum zu erreichen sein. Dass die Pflanzen besser im Schatten wachsen als in der Sonne (sie gehören zu den Nachtschattengewächsen) ist ebenso ein Mythos wie der mit dem Namen capsicum annuum. Denn hier gilt vor allem aber eines: mehr Licht ist besser als zu wenig. Und vor allen Dingen ist warm besser als kalt – wobei Chilis da den Menschen ähnlich eine Wohlfühltemperatur von 20 bis 30 Grad haben. Sehr viel darüber muss nicht sein, und wenn Chilis stricken könnten, würden sie unterhalb von 15 Grad wohl einen Pullover tragen.

    Wahre Größe kommt vom Topf!

    Eine alte Weisheit bei Bäumen sagt: die Krone ist immer so groß wie die Wurzel. Das gilt auch gewissermaßen für Chilis. Je größer das Pflanzgefäß ist, das man ihnen spendiert, umso größer werden die Pflanzen auch. Je nach Sorte ist dieses Wachstum natürlich unterschiedlich ausgeprägt. Die meisten capsicum annuum werden eine Höhe von 1,5 Metern selten überschreiten. Capsicum baccatum hingegen können auch mal zwei Meter und mehr erreichen, während capsicum chinense meist eher dazu neigen bei größeren Pflanzgefäßen buschig zu werden, als in die Höhe zu wuchern. Ganz im Gegenteil dazu stehen capsicum pubescens, die problemlos die zwei Meter überwuchern können – wenn auch selten im ersten Jahr des Anbaus und bei Pflanzgefäßen jenseits der 60 Liter.

    Das gilt natürlich auch umgekehrt: eine Pflanze, die auf natürlichem Wege normalerweise groß werden würde, kann, wenn sie eingesperrt in ein kleines Pflanzgefäß ist, auch nicht über sich hinauswachsen – und bleibt klein. Diese Tatsache kann man sich auch gezielt zunutze machen, zum Beispiel für dekorative Zierchilis (die man aber ebenfalls essen kann). Hier eignen sich zum Beispiel kleine Thai-Chili-Sorten ebenso wie bunte „Rainbow“-Chilis, aber auch viele Kirschchili-Sorten sind als kleine Chilipflanzen in der Fensterbank sehr beliebt.

    Klein, kleiner – Bonsai!

    Chilis lassen sich auch zu Bonsais machen. Diese spezielle Form nennt sich dann Bonchi (Bonsai + Chili). Der Weg dorthin ist der gleiche, wie bei jedem anderen Bonsai auch – entweder, man lässt die Pflanze von klein an in der kleinen Schale wachsen, oder – und das ist viel häufiger der Fall, man beschneidet sie. Die meisten Chilifans nutzen dieses Vorgehen beim Überwintern. Besonders seltene oder schön gewachsene Chilis, die viel zu schade für den Kompost sind und mangels Platz nicht anders überwintert werden können, werden sehr stark zurück geschnitten, die Wurzel vom Großteil der Erde befreit und dann ebenfalls beschnitten, so dass die Pflanze in eine Bonsai-Schale passt. Dort braucht sie einige Zeit um sich zu erholen und natürlich einen regelmäßigen Schnitt, um ein toller Bonchi zu werden.

    Überwintern – geht, birgt aber Tücken.

    Chilis zu überwintern geht natürlich auch anders, als nur per Bonchi-Schnitt. Grundsätzlich wäre es kein Problem, an einem schön hellen, nicht allzu warmen Ort, die Pflanzen komplett ohne irgendetwas daran zu verändern, über den Winter zu bringen, um sie im kommenden Frühjahr wieder ins Freie zu entlassen. Praktikabler ist allerdings ein grober Rückschnitt bei dem gerne auch mal ganze Äste fallen dürfen. Dann gilt die Faustregel: je wärmer der Standort, umso mehr Licht braucht die Pflanze – und damit auch Pflege in Form von Wasser und Co. Wenig Aufwand bedeutet meist ein spärlich beleuchteter Kellerraum in dem die Pflanzen sehr stark zurückgeschnitten bei Temperaturen um die 10 Grad überwintern können. Dort braucht maximal ein oder zwei Mal im kompletten Winter gegossen werden – und bloß nicht zu viel. Wenn die Pflanzen im Frühjahr beginnen, neu auszutreiben, gilt es sie ein wenig in Form zu bringen und langsam auf das Leben „vor der Tür“ vorbereitet zu werden.